Defi-Säulen in ganz Kärnten

Das Rote Kreuz möchte mit seinem neuen Defi-Programm dafür sorgen, dass das Überleben bei Kreislaufstillständen im öffentlichen Raum wahrscheinlicher und das Leben danach lebenswerter wird. Je schneller Hilfe da ist, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer die Folgeschäden.

„Das Kärntner Rote Kreuz verfolgt mit diesem Programm ein großes Ziel, das in der Kernkompetenz des Roten Kreuzes liegt: Wir wollen mehr Menschen in Kärnten eine bessere Überlebenschance bieten“, unterstreicht auch Kärntens Rot Kreuz Präsident Dr. Peter Ambrozy. Mit den öffentlich zugänglichen Säulen ist die Möglichkeit einer sofortigen Hilfeleistung durch die Bevölkerung gegeben. Dadurch erhöht sich die Überlebensrate bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand und Kärnten wird noch ein weiteres Stück sicherer. „Unser Ziel wäre es, dass in ganz Kärnten rund 150 dieser Säulen entstehen“, so Ambrozy weiter und appelliert an die Gemeinden und Unternehmen in Kärnten, dieses Projekt zu unterstützen. Das Rote Kreuz wird im Zuge der Aufstellung der Säulen in der jeweiligen Gemeinde kostenlose Schulungen für die Bevölkerung zur Bedienung der Defis anbieten. „Der wesentliche Vorteil der Säulen gegenüber einem anderen öffentlich zugänglichen Defi ist die automatische Direktverbindung des Defis zur Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes. Über eine in den Defi integrierte Freisprecheinrichtung erfolgt die unmittelbare Kontaktaufnahme der Rettungsleitstelle mit dem Anwender.

Ein in das Gerät integriertes GPS sendet der Rettungsleitstelle außerdem immer die aktuellen Standortdaten des Gerätes, so dass die Rettungskräfte direkt zum eingesetzten Gerät dirigiert werden können, auch dann, wenn es von der Säule entfernt wird. Ein weiterer Vorteil der GPS-Datenübertragung ist die gleichzeitige Diebstahlsicherung der Geräte. Sollte ein Gerät missbräuchlich entwendet werden, wird von der Rettungsleitstelle automatisch die Polizei verständigt. Der Defi in der Säule ist für den Betreiber praktisch wartungsfrei, da das Gerät automatisch mit Philips kommuniziert und etwaige Wartungsarbeiten selbständig meldet.

Die Standorte der Defi-Säulen werden außerdem in der Rettungsleitstelle hinterlegt sein, so dass es in Zukunft möglich ist, bei Notfällen im öffentlichen Raum darauf hinzuweisen, dass in unmittelbarer Umgebung des Notfalles ein Defi zur Verfügung steht. Derzeit sind etwa 50 öffentlich zugängliche Defis in das Leitstellensystem eingepflegt. Mit diesem Projekt soll diese Zahl vervierfacht werden. Für den Vertrieb der Säulen ist die Kärntner Firma Cardio Angel Austria verantwortlich.

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